Wehen

Wenn eine Frau schwanger ist, dann stellt sie sich auch häufig die Frage, was tun, wenn die Wehen einsetzen. Doch bei jeder Schwangerschaft und auch bei jeder Schwangeren können die Wehen sehr unterschiedlich sein. Manche werdende Mütter haben am Ende heftige Schmerzen, andere merken es kaum, dass ihr Kind bald auf der Welt sein wird. Daher haben wir hier einmal aufgeführt, welche Formen von Wehen es gibt und vor allem auch die Merkmale, die bei allen Wehen gleich sind, wenn es sich um die endgültigen Geburtswehen handelt.

Was versteht man eigentlich unter Wehen

Wehen sind ein Wunder der Natur, denn hier geschieht etwas im Körper der Schwangeren, was diese nicht mehr steuern kann und muss. Denn Wehen sind die körpereigene Unterstützung einer jeden werdenden Mutter, damit diese ihr Baby zur Welt bringen kann. Bei einer Geburtswehe zieht sich die Gebärmutter zusammen. Hierbei handelt es sich um einen großen Muskel im Körper, den die Frau allerdings nicht bewusst bewegen kann. Kommt es nun zum Geburtsvorgang, zieht sich dieser Muskel, also die Gebärmutter, unwillkürlich zusammen um die Geburt voranzubringen und das Baby vorher schon in die richtige Geburtslage zu bringen. Um vorab schon einmal zu „üben“, kann eine schwangere Frau bereits in der Mitte der Schwangerschaft leichte Wehen haben, die allerdings normal sind. Hier zieht sich der Muskel Gebärmutter schon mal leicht zusammen, um seine Rolle bei der späteren Geburt zu proben. Viele Frauen merken diese Wehen gar nicht oder stufen sie als eine Bewegung des Ungeborenen im Bauch ein. Alle Wehen, die eine Frau während und am Ende der Schwangerschaft hat, fühlen sich sehr unterschiedlich an. Daher werden die unterschiedlichen Wehen hier einmal kurz aufgeführt:

Braxton-Hicks-Kontraktionen

Diese Wehen wurden nach ihrem Entdecker benannt. Sie treten meist, wenn überhaupt, in der Mitte der Schwangerschaft auf und sind auch verhältnismäßig schmerzlos, daher kann es sein, dass die werdende Mutter diese gar nicht erst wahrnimmt. Auch kommen sie sehr unregelmäßig vor und verebben langsam. Bei diesen Wehen verändert sich am Muttermund und im Körper der Schwangeren nichts.

Vor- und Senkwehen

Mit diesen Wehen, die häufig ab der 36. Woche beginnen, wird die bevorstehende Geburt angekündigt. Hierbei verspürt die Schwangere Leisten- und Rückenschmerzen, die mit einem heftigen Ziehen im Unterleib verbunden sein können. Ein harter Bauch und der Wunsch, Wasser zu lassen, da das Ungeborene auf die Blase drückt, kommen hinzu. Diese Wehen kann eine schwangere Frau auch daran erkennen, dass sie unregelmäßig und nicht sehr schmerzhaft sind und nach einiger Zeit schwächer werden und dann wieder ganz aufhören.

Frühwehen

Frühwehen können für eine Schwangere gefährlich werden, denn sie können eine Früh- und im schlimmsten Fall Fehlgeburt ankündigen. Daher sollte jede werdende Mutter, die sich nicht sicher ist, für ihre eigene Sicherheit und die des Ungeborenen einen Arzt oder die Hebamme kontaktieren. Die Frühwehen fühlen sich an wie die Braxton-Hicks-Kontraktionen, jedoch kommen weitere Faktoren hinzu. Diese können wässriger oder blutiger Auslauf, mehr als drei Wehen in der Stunde vor der 36. Woche oder auch Rückenschmerzen während der Kontraktionen sein. Solche Wehen können häufig auch dann auftreten, wenn sich die Schwangere übernommen hat und müssen unbedingt ernst genommen werden.

Eröffnungswehen

Mit den Eröffnungswehen wird die eigentliche Geburt eingeleitet. Sie kommen in regelmäßigen Abständen, die Intervalle hierbei werden immer kürzer. In diesem Stadium sind sie noch nicht sehr schmerzhaft und erinnern mehr an sehr starke Schmerzen, die eine Frau bei ihrer Menstruationsblutung haben kann. Diese Wehen kommen in sogenannten Wellen, sie beginnen also leicht, haben einen Höhepunkt und schwächen sich sodann wieder ab. Meist dauern die Eröffnungswehen um die 1 1/2 Minuten. Beginnen die Intervalle am Anfang mit bis zu zehn Minuten, werden die Abstände mit der Zeit immer weniger und verringern sich am Ende auf zwei Minuten oder weniger.

Presswehen

Hierbei handelt es sich um das Endstadium bei der Geburt. Denn nun haben die Eröffnungswehen ihren Teil dazu beigetragen, dass das Baby nun nach draußen möchte. Mit den Presswehen, bei denen die werdende Mutter nun mithelfen muss, kann das Baby den Geburtskanal und die engste Stelle, die Vagina, passieren.

Nachwehen

Die Nachwehen fühlen sich wieder an, wie starke Menstruationsbeschwerden, doch sie sind nötig, damit die sogenannte Nachgeburt, die Plazenta, noch aus dem Körper der Frau geschwemmt werden kann. Auch beim Stillen spüren viele Mütter in den ersten Tagen noch Nachwehen, da hierbei die Gebärmutter wieder zusammengezogen wird und sich zurückbildet.