Klinikkoffer

Für die Geburt in der Klinik sollte man gut vorbereitet sein. Es ist daher wichtig, dass man seinen Klinikkoffer frühzeitig packt, da man nie wissen kann, wann eine Geburt beginnt. Am besten packt man den Klinikkoffer einige Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Bis spätestens zur 37. Schwangerschaftswoche sollte der Klinikkoffer gepackt sein. Klinikkoffer ChecklisteDie Papiere, wie z. B. Mutterpass und Krankenversicherungskarte, die man bis zur Entbindung noch anderweitig benötigt, sollte man auf einer Stichpunktliste vermerken, damit man sie in letzter Minute nicht vergisst. Da man in den letzten Wochen der Schwangerschaft immer schwerfälliger wird, sollte man mit dem Kofferpacken nicht so lange warten, bis es immer mühsamer wird.

Der Klinikkoffer sollte nicht zu groß sein

Damit der Klinikkoffer einfach zu transportieren ist, sollte er nicht zu groß sein. Viele Dinge braucht man gar nicht einzupacken, da sie einem in der Klinik zur Verfügung gestellt werden. Es macht daher durchaus Sinn, dass man sich eine Liste verfasst, was man im Krankenhaus benötigt, und diese dann mit der Hebamme noch einmal durchgeht. Gerade wenn es sich um die erste Entbindung handelt, sollte man Ratschläge der Hebamme, von Freunden und Bekannten und von der Klinik beherzigen. Entbindungskliniken bieten immer wieder Besichtigungstermine für Schwangere an, damit diese sich vor der Entbindung ein Bild von den Räumlichkeiten und internen Abläufen machen können.

Derartige Termine sollte man wahrnehmen und diese nutzen, um sich noch einmal versichern zu können, welche persönlichen Dinge man in den Klinikkoffer packen soll. Wer beabsichtigt sein Kind ambulant zu entbinden, braucht nicht so viel einpacken, wie Schwangere, die nach der Entbindung noch in der Klinik verbleiben. Da sich erst nach der Entbindung entscheidet, ob eine ambulante Entbindung ratsam und eine Entlassung nach 6 Stunden möglich ist, sollte man gut vorbereitet sein. Zur Not packt man sich eine Grundausstattung an Kleidung für Mutter und Kind ein und richtet zu Hause Ersatzkleidung her, die dann vom Vater oder den Angehörigen in die Klinik gebracht werden können, wenn ein längerer Krankenhausaufenthalt notwendig ist.

Frau packt KlinikkofferDer empfohlene Inhalt der Kliniktasche für die Mutter:

– ein großes, bequemes und kochfestes T-Shirt für die Entbindung
– dicke warme Strümpfe mit Stoppersohle
– bequeme Schuhe und Hausschuhe
– mindestens 1 Still-BH
– ein weiches Nachthemd mit Knopfleiste (erleichtert das Stillen)
– ein Jogginganzug mit Reißverschlussjacke (erleichtert das Stillen)
– ausreichend große Slips, damit Platz für die Einlagen nach der Entbindung vorhanden ist
– Duschgel, Deo, Waschlappen, Handtücher in verschiedenen Größen
– ein MP3-Player für die Entspannung
– leichte Lektüre
– ein wenig Make-up und persönliche Pflegeprodukte
– Hustenbonbons, die für einen frischen Geschmack im Mund sorgen
– Kamm und Bürste, vielleicht ein Haarstylingprodukt
– Familienstammbuch
– Mutterpass
– Krankenversicherungskarte
– notwendige Medikamente, die auch während und nach der Schwangerschaft benötigt werden

Die Kliniktasche für das Baby:

– 1 Body Größe 56
– 1 Strampler Größe 56 (je nach Schnitt mit einem zusätzlichen Hemd)
– 1 Jacke Größe 62
– 1 Mütze (je nach Jahreszeit aus dünner oder dicker Baumwolle)
– 1 Paar dicke Babysocken
– 1 Autokindersitz
– 1 bis 2 Spucktücher
– 1 Paar Babyhandschuhe und ein Schal (nur im Winter)
– 1 bis 2 Windeln für Neugeborene (werden auch im Krankenhaus zur Verfügung gestellt)
– 1 weiche Babydecke

Babypflegeprodukte werden in der Regel von der Klinik zur Verfügung gestellt.

Bei der Planung der Geburtsvorbereitung sollte man immer bedenken, dass die Kreißsäle in einer Klinik nicht mit den Stationen des Krankenhauses verbunden sind. Zumeist ist es nicht möglich, Essen von der Klinik zu bekommen. Da Entbindungen sehr lange dauern können, sollte man ebenfalls an die eigene Verpflegung denken. Ein wenig Schokolade, Müsliriegel oder Joghurts können neue Kraft geben und erfrischen. Getränke werden zumeist vom Klinikpersonal im Kreißsaal gereicht. Diese Fragen kann man ebenfalls bei einer Klinikbesichtigung abklären und sich bei der Planung auf die Gegebenheiten der Klinik einstellen. Da werdende Mütter im Kreißsaal keinen Nagellack tragen dürfen (die Kontrolle der Durchblutung der Extremitäten wird dadurch unmöglich), sollte man entweder vor der Entbindung keinen Nagellack verwenden oder zusätzlich zur Vorsicht einen Nagellackentferner in den Klinikkoffer packen.

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