Angst vor der Geburt

Angst vor der Geburt ist ganz normal

Die Schwangerschaft ist eine Zeit voller freudiger Erwartungen und Hoffnungen. Der Geburt des kleinen Menschen wird mit Ungeduld entgegengesehen. Die meisten Frauen genießen die Schwangerschaft und ihre ganz besondere Verbindung mit dem kleinen Wesen in ihrem Bauch. Aber auch Sorgen und Ängste vor einer Geburt sind absolut normal.

Muss man Angst vor der Geburt haben?

Angst vor der Geburt ist ganz normal
Geurtsangst, viele Frauen leidern darunter – © Oksana Kuzmina – Fotolia.com

Genauso wie jede Schwangerschaft, ist jede Geburt anders. So wird die Geburt zu einer Gleichung mit vielen Unbekannten. Keiner, auch nicht der beste Arzt kann vorhersagen, wie die jeweilige Geburt verlaufen wird. Sicher ist, dass eine Geburt eines der einschneitendesten Erlebnisse einer Frau ist. Manche sprechen von einer Grenzerfahrung zwischen Leben und Tod. Da ist es ganz normal, dass im Vorfeld Ängste auftreten.

 

Viele Frauen plagt die Angst vor den Wehenschmerzen und die Angst die Geburt „nicht zu schaffen“. Deshalb entscheiden sich einige Frauen für einen Kaiserschnitt, obwohl eine natürliche Geburt möglich wäre.
Ein weiterer Angstfaktor sind unverständliche Einträge auf dem Mutterpass oder zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen oder einfach Bermerkungen des Frauenarztes zur Entwicklung des Kindes.

 

Auch eine vorhergehende Geburt, die schlecht verlaufen ist oder bei der sich die Frau dem Klinikpersonal ausgeliefert gefühlt hat, kann Ängste hervorrufen.

Was hilf gegen die Angst vor der Geburt?

Eine gute Hebamme, Informationen und Gespräche helfen

Wichtig ist, dass man sich während der Schwangerschaft von einer Hebamme betreuen lässt, bei der man sich gut aufgehoben fühlt und bei der die Chemie stimmt. Die Hebamme kann Tipps zur Geburt und gegen die Angst geben. Mit ihr kann man auch die Bemerkungen im Mutterpass durchsprechen.

Verlief die vorherige Geburt schlecht kann man sich auch die Akte aus dem Krankenhaus schicken lassen und die Geburt noch einmal mit der Hebamme durchsprechen.

Man sollte sich nicht scheuen den Frauenarzt anzurufen, wenn man sich zu Hause Gedanken zu der jeweiligen Vorsorgeuntersuchung macht.

Hilfreich gegen die Angst sind auch Informationen rund um die Geburt. Hierzu gibt es verschiedene Bücher, Hebamme und Arzt antworten gern auf Fragen.

Gespräche über die Geburtsangst entlasten die Schwangere ungemein und reduzieren so die Angst der Gebärenden. Dabei sollte sich keine Schwangere ihrer Angst schämen. Sie wird zwar nicht öffentlich besprochen, dennoch ist die Angst vor der Geburt ganz normal.

Schmerzempfinden ist subjektiv und Instinkt der beste Geburtshelfer

Gegen die Angst vor dem Wehenschmerz hilft die Erkenntnis, dass Schmerz subjektiv empfunden wird. Außerdem hilft er dem Kind auf die Welt zu kommen. Der Wehenschmerz ist also nicht Feind der Gebärenden, sondern eine Hilfe. Sich mit diesem Gedanken sozusagen mit dem Schmerz zu verbrüdern hilft bei sich zu entspannen.

Ist die Frau entspannt, wird der Schmerz nicht so stark wahrgenommen als wäre sie verkrampft. Sollten die Schmerzen doch zu stark werden kann immer noch eine PDA gelegt werden. Manche Hebammen bieten Hypnose zur Geburtsvorbereitung an.

Wie man im Roman „Wüstenblume lesen kann, bringen Frauen in Teilen Afrikas ihre Kinder noch ganz allein im Busch ohne ärztliche zur Welt. So kann man es im Roman „Wüstenblume“ lesen. Die Frau ist also mit einem natürlichen Instinkt, der ihr hilft zu gebären, ausgestattet. Diesen zu entdecken und den eigenen Körper besser kennen zu lernen kann ein ganzes Stück Angst nehmen.